Homematic & Hekatron Rauchmelder

Auch wenn man hofft es nie zu brauchen – Brandmelder gehören einfach in jeden Haushalt. Bei uns in Tirol gibt es bereits seit 2008 eine Rauchmelderpflicht für Neu- und Umbauten, nach meiner Meinung ein sinnvolles Gesetz. Natürlich habe ich auch bei uns Rauchmelder installiert – diese waren aber bis dato noch nicht vernetzt.

Genius-Hx_Hekatron_2009_weiss

Am letzten Wochenende kam ich nun endlich dazu, unsere Rauchmeldeanlage zu komplettieren. Als Basis dienen mir die Rauchmelder der Firma Hekatron, welche in diversen Tests hervorragend abgeschnitten haben. Diese habe ich nun mit einem optional erhältlichen Funkmodul ausgestattet und untereinander vernetzt. So wird also überall gleichzeitig Alarm ausgelöst – das ist bei größeren Distanzen (Keller – Obergeschoss) sinnvoll, wo man einen Rauchmelder leicht überhören kann.

Zusätzlich habe ich unsere Rauchmelder in unser Homematic-System integriert. Es hätte zwar auch Rauchmelder direkt von Homematic gegeben (was die Installation wesentlich leichter gemacht hätte), die erste Generation ist aber lt. diversen Internet-Berichten ziemlich Fehleranfällig. Seit neustem gibt es nun die 2. Generation mit 10-Jahres-Batterie und anscheinend ohne Fehler, ob das stimmt muss erst die Zeit zeigen. Für mich kamen sie aber zu spät, deswegen habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und wurde fündig:

Zusätzlich zu den Rauchmeldern von Hekatron gibt es noch einen Funkhandtaster. Dieser kann ins bestehende Funknetz eingebunden werden und besitzt – und das ist der entscheidende Punkt – Relaisausgänge für Alarm- und Statusmeldungen.

Ich habe also einen Funk-Schließerkontakt von Homematic an diese Relaisausgänge angeschlossen. Wird nun Alarm ausgelöst (oder die Spannungsversorgung fällt aus) erkennt das die Homematic-Zentrale.

20160829_Homematic_Rauchmelder

Aber was bringt mir das nun? Im Alarmfall wird mir nun eine Push-Benachrichtigung auf mein Smartphone geschickt. Weiters werden alle Raffstores/Rollos hochgefahren und so die Fluchtwege freigemacht.
Im Fall eines Spannungsausfalls bekomme ich ebenfalls eine Push-Nachricht und weiß so Bescheid – die Zentrale im Keller prüft man ja nicht alle Tage…

Fazit: Ich hoffe zwar dass ich diese Funktion niemals brauche – aber es ist doch ein gutes Gefühl vorgesorgt zu haben.

Ein abschließender Hinweis noch für für Homematic-User: Leider gibt es (Stand 08/2016) einen Bug in der CCU-Firmware: Beim Neustart der Zentrale merkt sich diese den Zustand des Schließerkontakts nicht, sondern nimmt bis zur nächsten Status-Übertragung (normal nach ca. 24 Stunden) den Zustand „geschlossen“ an. In meinem Fall würde geschlossen aber „Alarm“ bedeuten – ihr könnt euch denken was dann passiert.
Um diesen Bug zu umgehen muss der Umweg über Variablen gegangen werden, denn diese merkt sich die CCU auch bei einem Neustart. Ein Tutorial dazu findet ihr hier.

Vorstellung (m)einer Backuplösung

Datensicherung ist ein wichtiges Thema. In Zeiten von Festplatten mit mehreren Terrabyte an Speicherplatz verschwenden leider die wenigsten ihre Gedanken an eine vernünftige Datensicherung. Falls dann doch einmal Daten verloren gehen ist das Geschrei groß – vor allem wenn es sich um wichtige Daten wie zb. Bachelorarbeit oder die Familienfotos der letzten 20 Jahre handelt.

Ich habe schon einige Wege ausprobiert und bin nun bei folgender Lösung gelandet:

Diagramm_Backup

Fotos werden direkt auf meinem NAS gespeichert. Durch das Raid5-Verfahren sind sie hier vor dem Ausfall einer Festplatte geschützt. Weiters werden wichtige Dokumente & Unterlagen mit der kostenlosen Software „Backup Service Home“ ebenfalls auf dem NAS gesichert. Besagte Software erstellt vollautomatisch Backups von ausgewählten Ordnern & Dateien. Der Vorteil ist die Versionsverwaltung. Dateien werden die ersten 24 Stunden stündlich gesichert, anschließend Täglich und schließlich Wöchentlich.
Bilder von meinem Smartphone werden in die Dropbox synchronisiert – und diese dann ebenfalls mit BSH auf das NAS gesichert.

Jetzt liegen die Daten also auf dem NAS und sind soweit gesichert – aber was passiert im (hoffentlich nie eintretenden) Fall eines Brandes, Blitzschlags oder Diebstahls?

Die Lösung nennt sich Synology Cloud Sync. Damit können die NAS-Dateien mit einem Cloud-Dienst synchronisiert werden. Bei Google Drive gibt es zB. 17 GB gratis, seit neuestem gibt es bei Amazon unbegrenzten Speicher für 70 Euro/Jahr.
Die Synchronisierung erfolgt bei mir unidirektional, also nur in eine Richtung (von NAS in die Cloud). Gelöschte Dateien werden in der Cloud nicht gelöscht – sind also immer noch Vorhanden. Zusätzlich werden die Dateien clientseitig verschlüsselt und sind so in der Cloud vor fremden Blicken geschützt.