Synology NAS als Datenspeicher & VPN-Server

Bisher wurden meine wichtigen Daten (vor allem Fotos & Dokumente) in einem externen Raid5-Gehäuse (Lian Li EX-50) an meinem PC gespeichert und zusätzlich online gesichert. Durch das Raid5 mit 5x1TB Festplatten besteht ein gewisser Ausfallschutz, aber leider ist das besagte Gehäuse nicht Netzwerkfähig und die Software ist auch schon etwas veraltet.
Deshalb habe ich das Gehäuse vor kurzem durch ein Synology DS1511+ NAS ersetzt, welches ich sehr günstig gebraucht erwerben konnte. Die Vorteile liegen auf der Hand:
– Netzwerkfähig, dh. ich konnte das NAS nun in meinem Serverschrank unterbringen
– Leistungsfähiger
– Up-to-Date (Synology bring regelmäßig neue Versionen für das Betriebssystem DSM heraus)

Der Umzug verlief problemlos, einzig das Zwischenspeichern der ca. 2 TB Daten (ich habe die alten 5x1TB Festplatten weiterverwendet, musste sie aber wegen dem neuen Raid5 formatieren) war eine kleine Herausforderung.

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VPN-Server

Bis jetzt habe ich einen Rasperry Pi als VPN-Server genutzt, um von unterwegs auf mein Heimnetzwerk (und damit auf die Haussteuerung) zugreifen zu können. Da das neue NAS eine VPN-Funktion integriert hat verwende ich nun dieses stattdessen. So habe ich ein Gerät weniger in Betrieb und der Rapsberry Pi kann bei Bedarf für andere Zwecke genutzt werden.
Zum Verwenden als VPN muss einfach im Packetzentrum der „VPN Server“ installiert und anschließend OpenVPN aktiviert werden. Der Rest ist eigentlich selbsterklärend – ich verlinke hier einfach mal auf ein externes Wiki. 

Windwächter: Erweiterte Programierung

Wie schon beschrieben habe ich einen externen Windsensor in mein Homematic-System eingebunden. In der Zwischenzeit habe ich die Programierung massiv erweitert und möchte sie hier vorstellen:

Vorher kurz zur gewünschten Situation:
Unsere Raffstores sind in der Nacht geschlossen und kippen sich am Tag automatisch auf. Wenn jetzt zu starker Wind auftritt (bei uns 10,5m/s) sollen die Raffstores automatisch hochfahren, und nach 15 Minuten (falls der Wind inzwischen die 10,5m/s nicht mehr überschritten hat) wieder herunterfahren. Passiert das am Tag sollen sich die Raffstores wieder aufkippen, in der Nacht natürlich nicht.

Voraussetzung für mein Programm ist ein Script, welches den Sonnenstand (Azimute und Elevation) berechnet. Hierzu verlinke ich einfach mal auf die Seite von der ich das Script habe.

Als nächstes legt man für jeden Raffstore ein neues Programm an. Hier als beispiel ein Raffstore in unserem Wohnzimmer.

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Was macht das Programm? Wird die Behanghöhe von 1% erreicht, stellt sich der Raffstore auf 2% ein. Das ist genug um unsere Raffstores korrekt aufzukippen. Die passenden Werte hängen vom jeweiligen Raffstore-Modell ab und müssen ausprobiert werden.

Ist das für alle Raffstores erledigt kommt nun der eigentliche Windwächter:

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Der erste Teil des Programms macht nun folgendes:

WENN die Windgeschwindigkeit (SV_Windspeed) größergleich 10,5m/s ist UND der Sonnenstand (SV_sonne_elevation) größer 1,5° beträgt (also Tag) DANN werden alle Raffstores geöffnet (100%) und nach 15 Minuten das Programm EG_Raff_Rueckstellung ausgelöst. Dieses stellt die Raffstores auf die zuvor ermittelten Werte (zb. Wohnzimmer auf 1%) und das Folgeprogramm oben stellt sie im Anschluss wieder auf 2% (sie kippen auf).

Der zweite Teil löst aus, WENN die Windgeschwindigkeit (SV_Windspeed) größergleich 10,5m/s ist UND der Sonnenstand (SV_sonne_elevation) kleinergleich 1,5° beträgt (also Nacht). Hier werden die Beschattungen nach 15 Minuten wieder heruntergefahren aber nicht mehr aufgekippt.
Fazit: Wie man sieht können mit Homematic auch sehr komplexe Programme realisiert werden. In unserem Fall hat der Windwächter bereits einwandfrei funktioniert und bei drohenden Sturmschäden die Raffstores geschützt.